Von der Blüte bis zur Ernte: Mein Besuch bei der AP-4 Hagebutte in Chile
Ein Reisebericht von Dr. Andreas Raab, Geschäftsführer Raab Vitalfood – 17. bis 24. April 2026
Inhalt


Von der Blüte bis zur Ernte: Mein Besuch bei der AP-4 Hagebutte in Chile

Einmal im Jahr endet für die Hagebutte eine Reise, die mit der ersten Blüte im chilenischen Frühling begonnen hat: die Ernte. Ende April, wenn auf der Südhalbkugel der Herbst beginnt, sind die Früchte an den Rosensträuchern in der AP-4 Hagebutten Plantage im Süden Chiles endlich vollreif – kräftig rot und bereit, gepflückt zu werden. Genau in dieser Zeit, vom 17. bis 24. April, war ich vor Ort. Ich wollte mit eigenen Augen sehen, woher der Rohstoff kommt, den wir bei Raab Vitalfood seit Jahren zu Pulver und Kapseln verarbeiten – und mit den Menschen sprechen, die ihn jedes Jahr aufs Neue ernten und die Plantage ganzjährig pflegen.


Die Anreise

Nach Chile gibt es von München aus keinen Direktflug. Ich bin mit einem Zwischenstopp – über Madrid – geflogen und war nach knapp 17 Stunden reiner Flugzeit in Santiago, der chilenischen Hauptstadt. Dort habe ich eine Nacht verbracht bevor es am nächsten Morgen per Mietwagen ca. 600 km Richtung Süden ging. Dort nämlich liegt die Plantage in einer relativ dünn besiedelten Gegend. Zwischen Abflug in München und der Ankunft im Süden Chiles, wo die Plantage liegt, lagen am Ende fast drei Reisetage.


Ankunft in einer anderen Jahreszeit

Wer bei Südamerika im April an drückende Hitze denkt, irrt sich: Während bei uns der Frühling beginnt, geht in Chile der Sommer zu Ende. Der April zählt dort zu den Herbstmonaten, mit sinkenden, aber immer noch angenehm warmen Temperaturen und den ersten Regenfällen im Süden des Landes – exakt die Zeit, in der die Hagebutte reif wird.
In Santiago empfing mich angenehm warme und klare Luft – nicht die schwüle Wärme, die ich unterwegs im Kopf hatte. Die Sonne schien und hatte immer noch Kraft. 


Zwischen Anden und Pazifik

Die AP-4 Hagebutte wächst in einer dünn besiedelten, ländlichen Gegend weit südlich von Santiago. Die Luft dort kommt aus dem Westen vom Pazifik her – und ist kühl und klar. Vor der Küste Chiles regiert der mächtige Humboldtstrom, der kaltes und nährstoffreiches Wasser aus der Arktis und den Tiefen des Pazifiks mit sich bringt und auch die Luft darüber abkühlt. Die Sonnenuntergänge, Mondaufgänge und der Sternenhimmel sind spektakulär. Die klare, saubere Luft bedingt dies. Nicht umsonst stehen einige der weltweit bedeutendsten Teleskope in Chile. Zwischen der Pazifikküste und den Anden liegen durchschnittlich nur 180 km – so schmal ist Chile. Deshalb sind die Anden mit den ganzjährig schneebedeckten Gipfeln und Vulkanen auch in den meisten Teilen des Landes sichtbar.

Interessant fand ich: Die Wildrose, aus der die AP-4 Sorte selektiert wurde, ist in Chile gar nicht heimisch. Sie stammt ursprünglich aus Europa und Vorderasien und wurde von spanischen Siedlern nach Südamerika gebracht, wo sie sich seither wild angesiedelt und an das dortige Klima angepasst hat – kalte, klare Nächte, heiße, sonnige Tage. Diese starken Temperaturschwankungen lassen die Früchte der robusten Pflanze langsam wachsen. 



Auf der Plantage

Die Plantage ist wunderschön gelegen. In einiger Entfernung sieht man tatsächlich die mächtigen schneebedeckten Gipfel der Anden. Bei meiner Ankunft war der Himmel strahlend blau und die Sonne hatte immer noch Kraft. Um die Plantage ist wenig Zivilisation und alles erscheint sehr naturbelassen. Die AP-4 Hagebutte Sträucher, von denen hier viele Tausend gepflanzt wurden, sind überraschend groß und ausladend. Bis zu ca. 2,5 m hoch und sehr dornig steht die wehrhafte Pflanze. Die Äste waren voll mit großen, tiefroten Früchten. Bei der Ankunft wurde ich vom Besitzer der Plantage und seinem Schwiegersohn empfangen. Sie sind Nachfahren deutscher Einwanderer und betreiben in vierter Generation Landwirtschaft in dieser Region. Sie haben sich vor allem auf Bio-Anbau spezialisiert und werden dafür natürlich jährlich zertifiziert. Die Leidenschaft und das Herzblut für ihre Arbeit war sofort spürbar. Später kam noch der verantwortliche Vorarbeiter hinzu. Er koordiniert die Bewässerung und Pflege der Sträucher. Im Gegensatz zu Nutzpflanzen muss hier aber nicht viel gemacht werden, da die AP-4 Hagebutte eine sehr robuste, im Grunde eine Wildpflanze ist, die nicht durch Zucht entstanden ist. Alle, mit denen ich gesprochen habe, waren offen und auffallend stolz auf ihre Arbeit – ein sehr herzlicher Empfang, über den ich mich sehr gefreut habe.


Die Ernte und Verarbeitung

Was mich auch sehr beeindruckt hat, war die Ernte und Verarbeitung – oder besser: die Sorgfalt dahinter. Da nicht alle Früchte am Strauch gleichzeitig reifen, wird über einige Wochen hinweg täglich neu geerntet, und zwar ausschließlich die Früchte, die bereits ihre kräftig rote Farbe erreicht haben. Das steht im Gegensatz zur sonst weit verbreiteten Wildsammlung, bei der oft auch unreife Früchte mitgenommen werden, um die Menge zu erhöhen.

Geerntet wird auf der Plantatage sehr schonend, um die empfindliche Schale nicht zu beschädigen. Die Sträucher werden dazu gerüttelt und die abfallenden Früchte aufgefangen.  Nach der Ernte werden die Früchte in einer Produktionshalle unweit der Plantage verarbeitet. Zunächst werden beschädigte oder nicht perfekte Früchte auf einem Förderband durch flinke, erfahrene Arbeiter ausgelesen. Dann werden die Früchte aufgebrochen und die Samen von der Fruchtschale mechanisch entfernt. Die reizenden Härchen auf den Samen werden mit Druckluft abgeblasen. Ich erinnere mich noch an meine Kindheit, wo wir aus Hagebutten häufig “Juckpulver” gemacht haben. Das sind diese reizenden Härchen.

Nach einem schonenden Trocknungsschritt sind die Kerne und Fruchtschalen bereit für den Versand nach Deutschland, wo die Mischung der Fruchtschalen und Kerne (im nativen Verhältnis) und die Vermahlung erfolgt. Alle Maschinen, die ich in Chile gesehen habe, wurden extra für die Verarbeitung der Hagebuttenfrüchte gebaut und optimiert. Man kann sie nicht einfach von der Stange kaufen.

Mir wurde mir klar, dass die Verarbeitung der empfindlichen Hagebuttenfrucht nicht trivial und sehr speziell ist. Es erfordert viel Erfahrung und Sorgfalt. Und natürlich Hingabe. All das konnte ich vor Ort in Chile wahrnehmen. 


Was diese Herkunft besonders macht

Die AP-4 Hagebutte ist eine eigene, im chilenischen Hochland gefundene und selektierte wilde Sorte der Rosa canina. Angebaut wird sie auf der einzigen zertifizierten Bio-Plantage Chiles – kultiviert, nicht wild gesammelt wie ein Großteil der Ware, die sonst auf dem Markt zu finden ist. Vom Anbau über die schonende Ernte und Trocknung bis zur Verarbeitung lässt sich jeder Schritt zurückverfolgen. Diese Kette kannte ich bislang aus Berichten und Zertifikaten. Vor Ort einmal selbst zu sehen, wie sorgfältig dort gearbeitet wird, war etwas anderes und ein wirklich tolles Erlebnis.


Der Rückflug

Auf dem langen Rückflug hatte ich Zeit, das Erlebte zu ordnen. Ich bin mit einem sehr guten Gefühl zurückgereist – überzeugt davon, dass wir bei Raab Vitalfood einen der besten Rohstoffe einkaufen (vielleicht den besten), den es für diese Frucht gibt. Nicht, weil man mir das erzählt hat, sondern weil ich gesehen habe, wie die Plantage, die Pflanzen und die Arbeit vor Ort tatsächlich aussieht. Chile ist eines der wirtschaftlich stärksten und am besten entwickelten Länder Südamerikas. Es ist relativ sicher für Reisende und die Infrastruktur mit Straßen und Mobilfunknetz wirklich gut. Die Menschen sind außerordentlich freundlich und hilfsbereit. Der eigentliche Reichtum des Landes ist sicherlich die unglaublich abwechslungsreiche und teils spektakuläre Landschaft und Natur zwischen Anden und Pazifik - über eine Länge von 4300 km. Ich kann Chile als Reiseziel absolut empfehlen. 


Unsere Kaufempfehlung

Immunsystem* Knorpelfunktion*

Bio Hagebutten Kapseln

26,90 € 24,21 € ( 187,67 € kg )
Immunsystem* Knorpelfunktion*
Angebot Kundenliebling
Bio Hagebutten Pulver Bio Hagebutten Pulver
Bio Hagebutten Pulver
Knorpelfunktion* Immunsystem*

Bio Hagebutten Pulver

500 g 250 g 150 g
16,90 € 15,21 € ( 86,22 € kg )
Knorpelfunktion* Immunsystem*
produkte entdecken
Inhalt