Bio heißt nicht automatisch “natürlicher”
Bio-Qualität in Nahrungsergänzung – was sie bedeutet (und was sie nicht bedeutet)
Bio ist ein vertrauter Begriff – doch was heißt „Bio“ eigentlich für Nahrungsergänzungsmittel? Und warum können manche Rohstoffe biozertifiziert werden, andere aber nicht?
Raab Vitalfood arbeitet seit über 35 Jahren mit biologischen Rohstoffen, wo immer dies möglich und sinnvoll ist. Gleichzeitig ist es uns wichtig zu erklären, wie Bio tatsächlich definiert ist – und warum nicht jeder natürliche Rohstoff biozertifizierbar ist.
Was „Bio“ in der EU wirklich bedeutet – klare Regeln statt Interpretationen
Die Begriffe Bio und Öko sind EU-rechtlich geschützt. Grundlage ist die EG-Öko-Verordnung (EU) 2018/848, die genau festlegt, wie ökologische Produktion aussehen muss.
Kernpunkte der Bio-Verordnung:
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Mindestens 95 % Bio-Zutaten:
Verarbeitete Lebensmittel dürfen nur „Bio“ heißen, wenn 95 % der landwirtschaftlichen Zutaten aus ökologischem Anbau stammen.
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Gentechnik ist verboten:
In Bio-Produkten dürfen weder gentechnisch veränderte Organismen noch GVO-Zutaten verwendet werden.
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Streng begrenzte Zusatzstoffe:
Viele Zusatzstoffe wie künstliche Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder künstliche Aromen sind nicht erlaubt.
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Pflichtkontrollen:
Jeder Bio-Betrieb wird mindestens einmal jährlich durch eine zugelassene Öko-Kontrollstelle geprüft.
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Kennzeichnung:
Bio-Produkte müssen tragen:
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das EU-Bio-Logo
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die Kontrollstellennummer (z. B. DE-ÖKO-001)
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die Herkunftsangabe („EU-Landwirtschaft“, „Nicht-EU-Landwirtschaft“)
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Warum viele Rohstoffe nicht biozertifizierbar sind – und trotzdem natürlich
Ein häufiges Missverständnis lautet: „Bio = natürlich“ und „Nicht-Bio = künstlich“.
Das ist häufig falsch – und gerade bei Nahrungsergänzungsmitteln besonders wichtig zu verstehen.
Mineralstoffe sind immer natürlicher Herkunft
Magnesium, Calcium, Zink, Selen oder Eisen sind Elemente und geologisch entstanden. Sie sind nie landwirtschaftliche Erzeugnisse (sie wachsen nicht) – daher nicht biozertifizierbar, auch wenn sie hochwertig und natürlichen Ursprungs sind.
Fermentation ist ein natürlicher Prozess
Viele wertvolle Stoffe werden über Fermentation gewonnen – ein Verfahren, das seit Jahrhunderten genutzt wird (z. B. bei Essig, Kakao, Sauerteig, Sojasauce).
Auch fermentativ gewonnene Nährstoffe sind natürlicher Herkunft, fallen aber nicht immer unter die Bio-Verordnung.
Rechtlicher Rahmen, kein Qualitätsurteil
Bio bedeutet „ökologisch angebaut“, nicht „per se natürlicher“.
Viele hochwertige Rohstoffe fallen einfach in eine andere regulatorische Kategorie.
Qualitätsstandards – was bei Raab Vitalfood im Vordergrund steht
Unabhängig davon, ob ein Rohstoff/Produkt biozertifizierbar ist oder nicht, gelten bei Raab Vitalfood identische Qualitätsstandards:
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Mehrstufige Prüfprozesse (Interne Tests und externe Analytik in deutschen, akkreditierten Laboren)
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IFS Food zertifizierte Produktion (Seit 2017 erfüllen wir die Vorgaben des IFS Food Standards auf dem Higher Level)
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Deklaration und Regulatorik (Verkehrsfähigkeitsprüfung durch externe Sachverständige/Lebensmittelchemiker)
Bei Bio-Rohstoffen kommen zusätzlich die externen Öko-Kontrollen und jahrelange Erfahrung im Umgang mit biologischen Erzeugnissen hinzu.
Fazit
Bio ist ein streng definierter EU-Standard für pflanzliche Rohstoffe – wichtig und sinnvoll, aber nicht universell anwendbar. Viele natürliche Rohstoffe wie Mineralstoffe oder fermentativ erzeugte Substanzen können rechtlich nicht biozertifiziert werden, haben aber nicht automatisch geringere Qualitäts- und Reinheitsanforderungen – nur andere.
Raab Vitalfood verbindet Bio-Kompetenz, über 35 Jahre Erfahrung im Bereich der Nahrungsergänzung mit einer zertifizierten Produktion (IFS-Food) – für qualitativ hochwertige und fundierte Produkte, auf die man sich verlassen kann.