Spermidin – was die Wissenschaft über diesen natürlichen Bestandteil des Lebens weiß

Spermidin – was die Wissenschaft über diesen natürlichen Bestandteil des Lebens weiß

Spermidin ist ein natürlicher Bestandteil vieler pflanzlicher Lebensmittel. Erfahren Sie, was die Wissenschaft darüber weiß, warum es keine Health Claims gibt und warum Weizenkeime eine geprüfte Quelle sein können.
Inhalt


Ein natürlicher Bestandteil vieler Lebensmittel 

Spermidin ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die in fast allen lebenden Organismen vorkommt – bei Pflanzen, Tieren, Menschen und Mikroorganismen. Es handelt sich also um einen natürlichen Bestandteil des Lebens.

Chemisch zählt Spermidin, genau wie Spermin und Putrescin, zur Molekül-Familie der Polyamine – kleiner organischer Verbindungen, die im Körper selbst gebildet werden können.

Entdeckt wurde Spermidin bereits im 17. Jahrhundert, ursprünglich in menschlicher Samenflüssigkeit – daher der Name, abgeleitet vom lateinischen sperma. Heute weiß man, dass Spermidin neben der körpereigenen Produktion auch über die Ernährung aufgenommen werden kann. Es ist in vielen Lebensmitteln enthalten – besonders in pflanzlichen Keimen und fermentierten Produkten. Auch Sojabohnen, Pilze und gereifte Käsesorten sind natürliche Quellen.

Das bedeutet: Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung liefert automatisch verschiedene natürliche Polyamine – darunter auch Spermidin.
Der Gehalt an Inhaltsstoffen kann jedoch je nach Rohstoffqualität, Zubereitung und Lagerung variieren. Aus diesem Grund kann eine gezielte Auswahl geprüfter pflanzlicher Quellen helfen, pflanzliche Bestandteile kontrolliert und sicher in die Ernährung einzubauen.


Warum Weizenkeime als Spermidinquelle besonders interessant sind

  • Nur etwa zwei Prozent des Weizenkorns bestehen aus dem Keim – und doch ist dieser kleine Teil besonders wertvoll. Der Keim enthält von Natur aus viele pflanzliche Nährstoffe und Polyamine, darunter Spermidin.

  • Für die Gewinnung von Spermidin aus Weizenkeimen wird der Keim sorgfältig vom Mehlkörper getrennt, entölt und anschließend fein vermahlen. Da der Gehalt je nach Ernte und Verarbeitung schwanken kann, wird jede Charge auf ihren Spermidinanteil geprüft.

  • Weizenkeime aus kontrolliert biologischem Anbau in Europa bieten den Vorteil einer hohen und zertifizierten Qualität. Das Ergebnis ist ein rein pflanzliches Produkt mit meist geprüftem Gehalt – ohne Zusätze, aber mit transparenter Herkunft.


Ein Thema der Wissenschaft – und der rechtlichen Einordnung  

Spermidin beschäftigt die Wissenschaft seit Langem. Der Chemiker Philipp Schreiner isolierte die Verbindung 1870 erstmals aus menschlicher Samenflüssigkeit. Kurz darauf entdeckten Forschende weitere ähnliche Verbindungen.

Seitdem wird Spermidin in verschiedenen Forschungsfeldern beschrieben – von der Zellbiologie über die Ernährungswissenschaft bis hin zur Lebensmittelanalytik. In der wissenschaftlichen Literatur gilt Spermidin als biogener Bestandteil, der in Zellen weit verbreitet vorkommt.

Diese Beobachtungen stammen jedoch überwiegend aus der Grundlagenforschung, also aus Labor- und Modelluntersuchungen. Sie dienen dem besseren Verständnis biochemischer Abläufe, lassen sich aber nicht immer direkt auf den Menschen übertragen.


Warum es keine zugelassenen Health Claims gibt  

Damit eine gesundheitsbezogene Aussage – ein sogenannter Health Claim – auf einem Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden darf, muss sie von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wissenschaftlich bewertet und von der Europäischen Kommission zugelassen werden.

Die EFSA prüft streng, ob es ausreichende, reproduzierbare und am Menschen erhobene Daten gibt, die eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen. Für Spermidin liegen solche klinisch abgesicherten Humanstudien nicht in der erforderlichen Zahl und Qualität vor.

Forschungsergebnisse aus Zell- oder Tiermodellen dürfen nicht als Nachweis für eine Wirkung beim Menschen verwendet werden. Deshalb gibt es derzeit keine zugelassenen Health Claims gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006.


Einordnung und Sicherheit

Spermidin ist ein natürlicher Bestandteil vieler Lebensmittel und kann im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sicher aufgenommen werden.

In Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln gilt Spermidin als sicher, sofern es in üblichen, ernährungsphysiologisch unbedenklichen Mengen aufgenommen wird.
Wie bei allen Pflanzen- und Lebensmittelbestandteilen gilt: Die bevorzugte Form der Aufnahme bleibt die natürliche Zufuhr über eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung.


Fazit – Natürlichkeit, Qualität und Wissen 

Spermidin ist Teil einer faszinierenden Molekül-Familie, die in der Natur weit verbreitet ist. Seine Rolle als biogener Bestandteil von Lebensmitteln macht es zu einem spannenden Thema für Forschung und Ernährung.

Pflanzliche Quellen wie Weizenkeime liefern Spermidin auf natürliche Weise. Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau bieten dabei den Vorteil zertifizierter Qualität und transparenter Herkunft – damit sich die natürliche Vielfalt der Lebensmittel gezielt und bewusst nutzen lässt.


Unsere Kaufempfehlung

Bio Spermidin Pulver Bio Spermidin Pulver
 

Bio Spermidin Pulver

200 g 500 g
15,90 € ( 79,50 € kg )
Bio Spermidin Weizenkeim Kapseln Bio Spermidin Weizenkeim Kapseln
 

Bio Spermidin Weizenkeim Kapseln

100 Stück
17,90 € ( 298,33 € kg )
produkte entdecken
Inhalt